„Wofür kämpfst du?“ – Blogtour zu „Splitterleben“

Hallo ihr Hübschis ♥

Last but not least, bin ich heute mit meinem Beitrag zur Blogtour zu Jenna Stracks neuem Roman „Splitterleben“ dran. Mia kämpft in „Splitterleben“ gegen eine Autoimunkrankheit und darum die Splitter ihres Lebens wieder zusammenzusetzen.


In diesem Beitrag soll es aber nicht darum gehen, wofür Mia kämpft, sondern um das wofür ich kämpfe. Es ist kein Etwas, wofür ich kämpfe, sondern ein Jemand. Dieser Jemand nimmt einen ganz großen Teil in meinem Leben und in meinem Herzen ein. Es ist der Mann, den ich liebe und mit dem ich schon mehr als einen Kampf kämpfen musste, für ihn, für mich und für unsere Liebe.

Ok, es kostet mich unglaublich viel Kraft, das hier gleich niederzuschreiben und mit euch zu teilen, denn bisher wissen nur sehr, sehr wenige Menschen, was genau zwischen mir und meinem Jemand passiert ist.

Für die Liebe lohnt es sich auf jeden Fall zu kämpfen, so viel ist doch wohl klar oder nicht?
Vielleicht haltet ihr mich für dumm oder naiv, nachdem ihr gelesen habt, wofür ich kämpfe, aber das macht mir nichts mehr aus, denn für wahre Liebe lohnt es sich immer zu kämpfen. Merkt euch diesen Satz, denn er ist ein ganz wichtiger Teil meiner Geschichte!

Ihr müsst wissen, dass mein Jemand und ich aus zwei verschiedenen Welten kommen, wir wohnen zwar nicht weit voneinander entfernt, aber unsere Freundeskreise und Lebensauffassungen sind doch ziemlich verschieden.
Ich erinnere mich mit euch jetzt an eins der schlimmsten Erlebnisse in den Jahren mit meinem Jemand, dass uns schlussendlich nur noch viel näher zusammengebracht hat.

Ok, wow, das ist echt schwierig das alles für jedermann öffentlich im Internet zu schreiben, aber was mich nicht umbringt macht mich nur stärker.

In unserer Nähe gibt es jedes Jahr ein Festival, dass wir gemeinsam mit Freunden von meinem Jemand und mir besuchen wollten. Im Vorhinein haben wir schon oft über seine Einstellung zu Drogen und seine „Sucht“ nach Gras gesprochen und gestritten. An diesem Wochenende wollte er sich mein Jemand so gerne mal wieder etwas gönnen. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, wahrscheinlich meine Liebe zu ihm, aber ich habe meinem Jemand  versprochen seinen Drogenkonsum an diesem Wochenende zu tolerieren. Dass ich es nicht akzeptieren kann, wusste ich schon vorher, aber meinem Jemand zuliebe wollte ich es wenigstens versuchen. Am Tag vor dem Festival wollten wir schon mal unser Zelt aufbauen und unser Zeug hinschaffen, ein paar meiner Freunde wollten in dieser Nacht schon am Platz zelten, also hatten wir jemanden, der auf unser Zelt aufpassen würden. Beim Aufbauen war mein Jemand schon ziemlich anders und komisch zu mir, er hat mich entweder komplett ignoriert oder mich nur angemault, jap da kommt so richtig Freude auf das Wochenende auf.
Als wir am nächsten Tag nachmittags bei unserem Zeltplatz ankamen, waren meine Freunde schon total zugrdröhnt mit Pillen und irgendeinem Koksersatz an dessen Namen ich mich nicht erinnern kann und ehrlich gesagt auch nicht erinnern will. Mein Jemand ließ mich sofort wieder links liegen und behandelte mich wie Luft. Ein Schlag in die Magengrube, denn er wusste ganz genau, wie unwohl ich mich in der Gegenwart von Leuten fühle, die Drogen konsumieren. Ich trinke weder Alkohol, noch rauche ich oder konsumiere andere Substanzen, ich war also der Langweiler in der Runde. Immer wieder hat sich mein Jemand zu den Anderen ins Zelt verzogen, weil sie da dieses komische Kokszeug schnupften. Ich kann euch bis heute nicht sagen, ob er wirklich nur dabei saß oder selbst konsumiert hat, ich habe auch nach Jahren immer noch Angst vor der Antwort.
Irgendwann war es mir zu blöd, dass mein Jemand mich so ignorierte und ich hab ihn beiseite gezogen, einen Spaziergang mit ihm gemacht und ihn gebeten sich von den Drogen fernzuhalten, weil ich es nicht aushalte ihn in der Gegenwart von diesem Zeug zu sehen. Ich habe meine Jemand mehrmals unter Tränen darum gebeten und wirklich gedacht, dass er verstanden hat, wie wichtig mir das ist. Naja mein Jemand hatte ja auch schon das ein ander andere Bier intus und anscheinend nicht verstanden, was ich meinte.
Zurück am Zeltplatz haben wir uns zu den Anderen unter den Pavillion gesetzt und ein bisschen gelacht und geredet. Irgendwann ging ein Joint durch die Runde und kam bei meinem Jemand an. Ab diesem Zeitpunkt kann ich mich nur noch in Zeitlupe erinnern. Mein Jemand hat den Joint in die Hand genommen, mir tief in die Augen geschaut und daran gezogen – er hat verdammt nochmal daran gezogen und mein ganzes Leben in tausend Splitter zerstört. Ich habe ehrlich keine Ahnung mehr, wie ich es weg von ihm und den Anderen in unser Zelt geschafft habe. Das Nächste woran ich mich erinnern kann ist, dass mein Körper unkontrolliert zu zittern beginnt und mir ganz schwindelig wurde. Ihr ahnt es vielleicht, ich bin nachdem ich seelisch zusammengebrochen bin, auch körperlich zusammengebrochen – mein Herz ist psychisch und pysisch zerbrochen. Ich weiß nicht, wie lange ich alleine so dasaß, bis mein Jemand zu mir ins Zelt kam und seine Hand auf meine Schulter gelegt hat. Sie fühlte sich viel zu heiß an, vielleicht war mein Körper einfach auch viel zu kalt, denn ich habe nichts außer dieser Kälte gefühlt.
An seine Worte kann ich mich nicht mehr erinnern, nur noch daran, dass mein Jemand mir irgendwas erzählt hat, meinen zitternden Körper festgehalten hat, mir die Tränen, die unaufhörlich über mein Gesicht liefen weggewischt hat, bis ich vor Erschöpfung eingeschlafen bin.
Jetzt kommt der kämpferische Teil der Geschichte.
Ich habe bis zum nächsten Morgen kein Wort mit meinem Jemand geredet, wollte ihn aber unbedingt zur Rede stellen. Er hat sich bei mir entschuldigt und mein Zusammenbruch muss ihn ganz schön erschreckt haben, so wie mein Jemand aussah. Noch nie war ich so nah daran mich von meinem Jemand zu trennen, denn sind wir mal ehrlich, er hätte es verdient. Ich habe mich nicht von ihm getrennt, nicht an diesem Tag und auch zu keinem anderen Zeitpunkt. Ich habe mir viel Zeit genommen um darüber nachzudenken, was mein Herz und mein Kopf mir über meinen Jemand und meine Gefühle zu ihm gesagt haben. Die Antwort war glasklar, schon an diesem Morgen danach und sie ist jetzt immer noch die Gleiche. Ich habe auf die Liebe gehört und darum gekämpft, dass er von diesen Drogen und seinem Freundeskreis wegkommt.

Glaubt mir, nach diesem einen schreckliche Erlebnis folgten noch viele Weitere bei denen mein Jemand mich verletzt hat und das nicht zu wenig, aber ich habe jedes Mal wieder die Scherben meines Herzens zusammengekehrt, denn die Liebe ist der beste Grund, um zu kämpfen. Egal, wie sehr er mich verletzt hat, ich habe es jedes Mal wieder geschafft die Splitter aufzusammeln und gemeinsam mit ihm wieder neu zusammenzusetzen.
Das Kampf gegen die Sucht meines Jemands nimmt bis heute einen Teil in meinem Leben ein, aber viel schwerer ist der innere Kampf, den ich fast jeden Tag auch nach über 2 Jahren nach diesem Erlebnis mit mir austragen muss. Ich kämpfe nicht um meine Gefühle zu ihm, denen bin ich mir zu 1000000000000000000000000000 % und mehr sicher, ich kämpfe mit meiner Angst und mit meinem Vertrauen zu ihm. Jedes Mal, wenn mein Jemand mit Freunden unterwegs ist und sich kaum oder gar nicht bei mir meldet, jedes Mal, wenn er er schlechte Laune hat oder er wegen etwas bedrückt ist oder wenn er sich einfach mal nur komisch verhält oder ich länger als ein paar Stunden nichts von ihm höre, bekomme ich wieder dieses Herzrasen, spüre das Zittern in meinen Armen und Händen, habe Tränen in den Augen, denn ich habe einfach nur Angst. Angst wieder zu zerbrechen und wieder die Splitter meines Herzens zusammenkehren und kleben zu müssen. Ich kämpfe jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde darum meinem Jemand, meiner großen Liebe, zu vertrauen aus dem einfachen Grund, dass ich ihn wirklich aus tiefster Seele und mit vollem Herzen liebe.
Natürlich habe ich gute und schlechte Tage. Nach dieser langen Zeit überwiegen die guten Tage bei weitem, aber es gibt immer noch Tage an denen ich ohne Grund traurig bin oder aus irgendwelchen dummen, kleinlichen Gründen Panik bekomme oder mich mit meinem Jemand streite oder ihm Dinge unterstelle. Das verletzt nicht nur meinen Jemand, sondern auch mich an solchen Tagen ungemein, denn ich will ihm vertrauen und ich will ja kämpfen. Denkt bloß nicht, mein Jemand würde mich nicht unterstützen, das tut er – immer! Aber niemand, der in einer solchen Situation ist oder war wie ich es bin, kann mich wirklich verstehen und meinen Kampf nachvollziehen.
Ich weiß auch, dass mein Kampf nicht so schnell zu Ende gehen wird und ich noch über Jahre vielleicht sogar Jahrzehnte kämpfen muss, doch ich weiß wofür ich kämpfe.
Sobald ich in das Gesicht von meinem Jemand blicke und die unbändige Liebe in seinem Blick sehe und wie er mich anlächelt, spätestens dann, weiß ich, dass ich das Richtige getan habe. Das der Kampf es wert ist gekämpft zu werden.


Wie es in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ schon heißt

„Schmerz ist da, um gespürt zu werden.“

und genau so ist es mit dem Kampf um die wahre Liebe, dieser Kampf lohnt sich immer! Egal wie oft man die Splitter aufsammeln und wieder zusammensetzen muss, wenn man einen Menschen wirklich liebt, macht man das gerne.

Die Splitter und mein zerbrochenes Herz haben mich nur stärker gemacht und meine Liebe zu ihm wachsen lassen.

Wenn ich um eins in meinem Leben wirklich kämpfen musste, dann um meine Beziehung, darum meinen Jemand von den Drogen weg zu bekommen, mein Herz zu heilen und immer wieder aufzustehen und weiter zu kämpfen für die einzig wahre Liebe! Denn genau das ist es, was zwischen mir und meinem Jemand passiert, schnulzige, alles überwindende, bis zum Ende aller Tage, für immer und ewig währende Liebe.
Wir mussten einfach schon so viele Schlachten schlagen und so viele Kämpfe bezwingen und trotzdem stehen wir heute hier und sind glücklich miteinander, denn es lohnt sich immer für die Liebe zu kämpfen!

PS. Wenn du es geschafft hast, bis hierher zu lesen, dann hast du Glück! Auf Instagram findest du auf meinem Profil ein Gewinnspiel zu „Splitterleben


Wofür habt ihr in eurem Leben kämpfen müssen? Hat es sich gelohnt?
Lasst es mich gerne wissen!♥

Kuss und Schluss :**

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3 thoughts on “„Wofür kämpfst du?“ – Blogtour zu „Splitterleben“

  1. Ein sehr offener und ehrlicher Beitrag, liebe Tabea! Danke dafür ❤ Für die Liebe nimmt man so einiges auf sich … Ich hoffe, dass dein Partner dir irgendwann zu 100% Sicherheit und Vertrauen geben kann!
    Liebe Grüße,
    Jenna

    Gefällt 1 Person

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