Rezension zu „Der Zirkus der Stille“

Eckdaten:

Titel: „Der Zirkus der Stille“
Autor: Peter Goldammer
Verlag: Atlantik
Seitenzahl: 254 Seiten
Genre: Roman, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 16.April 2016
Neupreis Dt: 20,00 €

  

 Klappentext:

„Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer Großmutter auf, der unvergleichlichen Victoria, wie sie auf Zirkusplakaten tituliert wird. Thaïs verabscheut das Zirkusleben und zieht, kaum volljährig, nach Paris; sie will nur eins: Normalität. Doch als die Großmutter stirbt, konfrontiert deren seltsames Testament sie mit ihrer Familiengeschichte, die sie zum wundersamen Cirque perdu und seinem Direktor Papó bringt. Dort lernt Thaïs, dass man sich seinen Ängsten stellen muss und für die wichtigsten Dinge im Leben keinen Applaus von anderen braucht.“

 

Inhalt und Charaktere:

Das ehemalige Zirkuskind Thaïs hat einen schweren Gang vor sich, sie muss ihre Großmutter, die sie aufgezogen hat, zu Grabe tragen. Die eher schwierige Beziehung zwischen Enkelin und Großmutter hindert Thais, jedoch nicht daran die weite Fahrt zum Haus ihrer Großmutter auf sich zu nehmen. Thaïs fühlt sich anfangs gar nicht wohl im Haus ihrer Großmutter und mit der ganzen Situation.
Kurz darauf trifft der Cirque perdu auf der Wiese hinter Victorias Haus ein. Die Zirkusleute haben ihre eigenen Traditionen bei Beerdigungen und natürlich läuft auch Victorias Trauerfeier so ab, Musik, Tanz und Spaß und eine Trauerschnur. Laut Zirkusdirektor Papó haben die Zirkusleute 3 Phasen der Trauer, die Thaïs durchlaufen wird.
Ein weiteres Geheimnis aus Thaïs Leben wird nach dem Tod ihrer Großmutter wieder an die Oberfläche gekehrt. Wer ist ihr Vater? Auch hier kann der Cirque perdu ihr Antworten geben.
Thaïs gefällt mir besonder gut, weil sie zwei Seiten hat. Einmal die „normale“ Thaïs, die wie jeder andere von uns ist und sich ein normales Leben wünscht und die „andere“ Thaïs, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Auch der Zirkusdirektor Papó begeistert mich, ein weiser alter Mann, der viel Lebenserfahrung aber auch viel Humor und Liebe.
Schreibstil:

Peter Goldammer hat in „Der Zirkus der Stille“ einen sehr entspannten unaufgeregten Schreibstil, der sehr gut zur Geschichte passt. Allein das Thema Zirkus in einem Buch auf zu greifen hat mir sehr gefallen, aber der Cirque perdu ist ja kein normaler Zirkus, nein nein, hier geht es nicht einfach um eine Manege und ein paar Artisten. Peter Goldammer beschreibt in seinem Buch viel mehr! Ein Lebensgefühl und eine ganz eigene Welt der Zirkusleute mit eigener sozialer Herachie, eigenen Traditionen und Ritualen. Man erlebt Thaïs Wandel von der ersten Seite an mit, wobei die Kapitelüberschriften eine super Hilfe sind. Apropos Überschriften das Cover und der Titel passen wie die Faust aufs Auge! Rot-weiß gestreift steht stilisiert für den Zirkus und auf dem Cover sieht es auch noch so aus, als würden die Streifen sich bewegen, im Gegensatz dazu steht der Titel „Der Zirkus der Stille“. Das fast bewegliche Cover strahlt trotzdem eine Ruhe aus die man im Titel, im Schreibstil und in der Geschichte selbst immer wiederfindet.

 

Meine Meinung:

Es war echt schade, als das Buch vorbei war. Ich hätte gerne noch viel mehr erfahren, was passiert mit den Figuren, wie geht es mit den Cirque perdu weiter und wofür entscheidet sich Thaïs?
Das Ende hat mich in diesem insgesamt tollen Buch leider etwas enttäuscht, mir hat etwas gefehlt.
Eigentlich habe ich dieses Buch nur gelesen, bzw mich darauf bei Lovelybooks.de nur darum beworben, weil ich staunen wollte und ich habe gestaunt, besser gesagt ich wurde begeistert. Die Welt des Zirkus kennenzulernen fand ich super.
Ehrlich gesagt fällt es mir gerade schwer meine Gefühle gegenüber dem Buch in Worte zu fassen, vielleicht sollte ich für das Buch ein eigenes Gefühlsglas anfertigen und in mein Regal stellen (wer das Buch liest, wird die Anspielung verstehen).
Viele viele Gefühle hat „Der Zirkus der Stille“ in mir wecken können, Trauer, Unsicherheit, Angst, Vorsicht, Begeisterung, Glück, Verwunderung und Stauen um nur ein paar davon in Worte zu fassen. Wenn ihr Lust auf eine Achterbahn der Gefühle habt, kann ich euch dieses tolle Buch nur empfehlen!

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